Autofahren will gelernt sein

Zur guten Vorbereitung auf einen längeren Aufenthalt in den Vereinigten Staaten gehört natürlich auch die Beschaffung eines internationalen Führerscheins. Für einen kleinen Obolus kann man diesen auch im Stadtamt sofort bekommen.

Hier in New Hampshire, wo alles etwas “liberaler” ist ( Es sollte wohl besser “anders” heißen), stößt man allerdings schnell auf Probleme. Während meines Begrüßungsgespräches im International Office teilte man mir nämlich mit, dass der internationale Führerschein zwar sehr schön, aber nur zwei Monate gültig ist.

Irgendein schlauer Mensch in diesem Staat ist wohl auf die Idee gekommen, dass man doch besser einen Führerschein macht, nachdem man schon ganze 2 Monaten in NH gefahren ist. Macht ja auch Sinn, oder ?!

Nach vielen Überlegungen und Anstrengungen dieses Procedere zu umgehen, bleibt die Gesetzeslage jedoch unverändert und man muss sich einfach fragen, ob man das Risiko erwischt zu werden eingehen will oder nicht. Ein Auto zu mieten funktioniert nämlich auch ohne gültigen NH Führerschien, immer.

Ich habe mich also dazu entschlossen endlich mal wieder einen Führerschein zu machen. Man muss hierfür einen Seh-, einen schriftlichen und praktischen Test absolvieren. Ich werde mich daher wohl ein paar Abende zurückziehen müssen, um tolle NH – Verkehrsregelungen zu lernen. Nicht zu vergessen die fahren hier MEILEN und bremsen in FEET. Was für ein Spaß. Mit 50 MpH hat man nämlich einen Bremsweg von …? Na wer weis es ? Richtig ! 188 Feet.

Wir ihr seht habe ich viel Spaß beim lernen. Narpf!

Published in: on 12. März 2008 at 13:10  Kommentare (1)  
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Ein langer Flug ins neue Leben

Hi Folks,

meine Reise begann also am 19.1 .2008 um 6 Uhr morgens, als wir – meine Abschiedsdelegation Sarina & Florian und ich – uns langsam auf den Weg zum Flughafen machten. Da wir ein wenig spät dran waren, so hatte es der verspätete Taxifahrer zumindest verstanden, rasten wir im Eiltempo zum Flughafen und ich meine Eiltempo. Eines hatte diese Fahrt zumindest für sich, wir waren wach, hellwach.

Am Flughafen hatten wir dann natürlich viel Zeit zum Warten und haben uns mit dem üblichen Tässchen Kaffe beschäftigt. Nach einiger Zeit jedoch wurde ich zunehmend unruhiger und habe mich dann von Sarina und Florian verabschiedet.

Nach der anfänglichen Passkontrolle wurde mir dann schnell mitgeteilt, dass unsere Maschine leider etwas Verspätung hat und wir erst ca. 1 -1,5 Stunden später boarden könnten. Noch motiviert und gespannt auf mein neues Zuhause habe ich also meine 1,5 Stunden gewartet, bis die Maschine losflog.

Der Flug war soweit recht unspektakulär. Das Essen war ok, die Getränke zu wenig. Man hätte sich wohl selbst darum kümmern müssen, denn nach ca. 3 Stunden Flugzeit kamen sie nur noch vereinzelt mit Wasser vorbei. Der Flug sollte ungefähr eine Stunde länger dauern als eingeplant, schlechte Winde, wie sie sagten.

DIe nächste Überraschung folgte dann allerdings als wir über dem Festland waren und der Pilot uns mitteilte, dass wir eine weitere 20 minütige Verzögerung der Landung, durch zu viel Flugverkehr über NY Newark, nicht mehr in der Luft warten könnten. Der Sprit war leer ! Wir landeten also auf einem kleinem Militärflughafen und warteten wieder unsere allseits beliebte Stunde.

Zwischenlandung auf der Stuard Airbase

Es schien langsam üblich zu werden die Wartezeiten immer auf eine Stunde auszuweiten. Dies war übrigens auch der Zeitpunkt, wo selbst die hartgesottensten anfingen sich gedanken über ihre Anschlussflüge zu machen. Immerhin war aus meiner 4.5 Stunden Pufferzeit zwischen Ankunft und Weiterflug nicht mehr viel übrig geblieben.

Schließlich kamen dann aber doch in NY an und wurden auch relativ schnell und problemlos durch die Immigration geschleust. Nach etwas Wartezeit bei der Gepäckausgabe, so ca. 1 Stunde, begab sich dann fast die gesamte Maschine zum Schalter für Umbuchungen und Weiterflüge. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich seit geschätzten 3 Stunden keinen Tropfen Wasser gesehen und war mit Gepäck (40 kg) und total am Ende mal wieder gemütlich am Warten. Nun hatte sich auch der letzte von seinem Anschlussflug verabschiedet und freute sich schon auf eine heisse Dusche im von der Airline gesponsorten Hotel.

Glücklicherweise konnte ich doch noch den letzten Flieger nach Boston bekommen. Von hier an klappte alles wieder recht gut. In Boston konnte ich meinen Prof. anrufen, mich doch 2 stunden später abzuholen und bin dann – mit ebenfalls dem letzten Bus – die 2 Stunden nach Hanover hochgefahren.

Total übermüdet und mit den Kräften am Ende wartet ich noch kurz in der Lobby des nahegelegenden Hotels, draussen waren es ja -18°C, bis mich mein Prof abholte. Sehr herzlich empfangen habe ich mich dann allerdings schnell zur Nachtruhe begeben. Was für ein Start ins neue Leben …

Published in: on 24. Februar 2008 at 13:29  Kommentare (3)  
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